Allgemeine Infos zur Krisenvorsorge

Für alle Interessierten möchte ich meine Meinung zu diesem sehr umfangreichen Thema mitteilen.

WICHTIG! Keine Panik, es sind nur meine Gedanken zu bestimmten Szenarien.

Was sehe ich als realistische Krise an:

Eine realistische Krise ist für mich, wenn das eigene Leben oder das anderer Personen in bestimmten Situationen bedroht ist, oder Existenzen bedroht sind.

Das können verschiedene Szenarien sein, z.B. extreme Wettersituationen und die daraus resultierenden Folgen.

Schneechaos, Hitzewelle, Hochwasser, Stürme, Erdbeben usw.

Weitere Möglichkeiten realistischer Krisen sind Stromausfälle, Chemie Unfälle bzw. Nukleare Unfälle,

Terroranschläge, Finanzkrise, Seuchen, Krankheiten usw.

Weiterhin können Menschgemachte Szenarien auftreten, Eskalationen bei Demonstrationen, Bürgerkrieg usw.

Da mag sich gerne jeder selbst vorstellen zu was Menschen fähig sind.

Seid der „Klopapierkrise“ sind sicher einige aufgewacht und haben festgestellt das in unserer rundum sorglos Gesellschaft nicht immer alles und zu jederzeit verfügbar ist.

 War das eine bedrohliche Situation? Eine richtige Krise? Ich sage nein, aber es hätte auch anders kommen können. Ja es waren einige Produkte ausverkauft bedingt durch „Hamsterkäufe“.

Wie es dazu gekommen ist kann ich nicht Nachvollziehen. Ich habe das ganze Schauspiel jedoch relativ gelassen beobachtet da ich immer für einige Zeit „Reserven“ eingelagert habe.

Bei unseren Vorfahren oder auch in der Tierwelt ist eine Vorsorge normal, warum dies in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen ist erschließt sich mir nicht.

Einige sagen: Krisenvorsorge? Wofür? Wenn ich etwas brauche geh ich den nächsten Supermarkt, und wenn der zu hat, dann eben zur 24h Tankstelle. Und außerdem passiert mir doch eh nichts.

Ich frage dann die Person bei solchen aussagen: Wofür hast du diverse Versicherungen, z.b. Hausrat, Teil/Vollkasko fürs KFZ, Lebensversicherung, Rechtsschutzversicherung, Automobil Pannenschutz usw.

Es kann doch eh nichts passieren!

Manche regt das zum nachdenken an, um über eine Grundversorgung mittels Lebensmitteln, Licht, Wärme nachzudenken.

Empfehlenswert hierzu ist die Broschüre des BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, diese ist kostenlos und auch als Download erhältlich.

Nun habt Ihr für 10 – 14 Tage einen Vorrat angelegt, Super, das heißt Ihr denkt an euch und eure Familie, und schützt nicht nur ersetzbare Sachwerte.

Worüber habe ich mir noch Gedanken gemacht:

  1. Was ist denn wenn ich gar nicht zu Hause bin?
  2. Was ist denn wenn ich mein sicheres zu Hause verlassen muss?
  3. Wie ist es mit Familienangehörigen, Freunden, kann ich diese im Notfall auch versorgen?
  4. Wenn ich mein zu Hause verlassen muss, wo geh ich hin, was nehme ich mit?
  5. Ist meine Psyche einer Ausnahmesituation gewachsen, kann ich klare Gedanken bewahren?
  6. Wie ist meine körperliche Situation und die meiner Familie?
  7. Habe ich genug verlässliche Informationen um Entscheidungen treffen zu können

Viele Gedankengänge die manche nicht bereit sind zu investieren, aber man sollte!

  1. Was ist denn wenn ich gar nicht zu Hause bin?

Ich bin irgendwo zu Besuch, im Urlaub, auf der Arbeit usw. und erfahre das plötzlich eine Krisensituation auftritt (was auch immer) Als erstes versuche ich zu ermitteln ob die Information verlässlich ist, falls nicht direkt offensichtlich.

Wenn es sich als echte Krise abzeichnet, oder auch direkt vorhanden ist, muss ich handeln.

Bin ich allein oder mit Familie/Freunden unterwegs, muss ich entscheiden bzw. absprechen wie vorgegangen wird. Ist es besser vor Ort zu bleiben oder möglichst rasch sich davon zu entfernen.

Pauschal kann man da keine Antwort geben da es Situationsabhängig ist.

Ist man nur ein paar Stunden von zu Hause entfernt, ist die Entscheidung wohin es geht eigentlich getroffen, vorausgesetzt dort ist es sicher. Eventuell kann man einen Nachbarn kontaktieren und fragen.

Ist man in einem anderen Land sieht es anders aus. Evtl. Sprachprobleme, Ihr kennt die Region nicht usw.

Bitte auch darüber mal nachdenken!

Empfehlenswert ist, egal wo man sich aufhält ein kleines Notfall Kit zu haben, um lebenswichtige Dinge zu ermöglichen.

Ich habe dazu ein paar Videos gemacht die sicher als Anregung für eigene Systeme ganz nützlich sein können.

Im Auto habe ich immer meinen GHB (GetHomeBag, auf Deutsch: GehHeimBeutel …natürlich Spass der 2. Ausdruck) dabei. Damit kann ich mich mindestens 3 Tage ohne fremde Hilfe Versorgen.

Wie der Name sagt ist dieser dazu da, sicher nach Hause zu kommen.

Ein Video dazu findet Ihr im Video Menü!

  1. Was ist, wenn ich mein zu Hause verlassen muss

In diesem Fall sollte ich die wichtigsten Dinge Griffbereit haben, und zwar ohne erst suchen zu müssen!

Im falle eines Brandes habt Ihr keine Zeit zu suchen, da gilt es alle Personen aus dem Haus zu bekommen sofern möglich.

Es gibt eine relativ einfache Lösung, ein BOB (BugOutBag) oder auch Notfallrucksack.

Es muss nicht zwingend ein Rucksack sein, hat aber den Vorteil das Ihr beide Hände frei habt.

Darin sollte alles wichtige vorhanden sein, um mindestens 10 Tage eine Versorgung zu sichern.

Warum mindestens 10 Tage?

Ich habe mehrmals gehört das ein BOB für 3 Tage ausgelegt ist, ich persönlich finde das nicht ausreichend.

Wenn es eine Krisensituation gibt wo Ihr eure Wohnung oder Haus verlassen müsst, wird es definitiv länger als 3 Tage dauern. Ist meine Meinung.

Ob die 10 Tage ausreichen weiß ich nicht, aber für die meisten Fälle denke ich schon.

Natürlich könnt Ihr nicht für 10 Tage Wasser mitnehmen, bei 2 Liter pro Tag wäre das Gewicht zu hoch, davon abgesehen das im Sommer 2 Liter /Tag zu wenig sind. Die Alternative dazu wäre ein Wasserfilter.

 Ebenfalls wichtig sind persönliche Unterlagen, wie Zeugnisse, Versicherungsunterlagen, Ausweise usw.

Ich lese oftmals das man Kopien oder Scans auf einem USB Stick sichern sollte. Ich bin jedoch der Meinung das nur Originale im Zweifel anerkannt werden. Also habe ich eine Mappe angelegt mit allen wichtigen Unterlagen.

Wie mein BOB beschaffen ist, und welchen Inhalt ich für Sinnvoll erachte seht Ihr auf der Seite: Notfallrucksack

  • Wie ist es mit Familienangehörigen, Freunden, kann ich diese im Notfall auch versorgen?

Nun komme ich zu einem Punkt, der sich einfach anhört, es aber nicht ist.

Die Versorgung der eigenen Familie denke ich, sollte selbstverständlich sein.

Weitere Familienangehörige zu versorgen muss jeder selbst entscheiden, ich würde versuchen mit jedem darüber zu sprechen und eine eigene Vorsorge empfehlen.

Bei Freunden ist ähnlich, auch wenn oftmals eine ablehnende Haltung vorhanden ist.

Entscheidet selbst wie Ihr damit umgeht.

  • Wenn ich mein zu Hause verlassen muss, wo geh ich hin, was nehme ich mit?

Wichtig ist das man sich vor einer Notsituation darüber Gedanken macht!

Spontane Entscheidungen sind meistens nicht unbedingt richtig.

a) Kann ich zu Verwandten? b) Wie ist die Situation dort? c) Komme ich da überhaupt noch hin?

d) Wie komme ich da hin? e) Habe ich eine Alternative wo ich hin kann? (Punkt b und c und d beachten)

Es gibt unendlich viele Aspekte die man individuell für sich beachten sollte, macht euch ausführlich Gedanken dazu, und immer einen Alternativ Plan haben!

  • Ist meine Psyche einer Ausnahmesituation gewachsen, kann ich klare Gedanken bewahren?

Ich bin kein Psychologe und jeder Mensch ist anders, eine Beurteilung kann ich nur für mich abgeben.

Ich war bisher kaum in einer Extremsituation, eine Planung wie ich in bestimmten Situationen reagiere kann ich nicht vorhersagen. Ich kann mich nur auf bestimmte Dinge vorbereiten, was ich als wichtig erachte.

Ihr könnt ja mal Personen in eurem Umfeld fragen wie Ihr auf Sie wirkt und was Sie über euch denken. Ob Ihr eine ehrliche Antwort bekommt könnt nur Ihr einschätzen.

  • Wie ist meine körperliche Situation und die meiner Familie?

Versucht eine realistische Einschätzung von euch selbst zu machen. Viele Menschen über- oder unterschätzen sich und Ihre Fähigkeiten.

Stellt euch fragen: Bin ich Fit? Kann ich einen Rucksack mit z.B. 30kg auch über längere Zeit tragen und evtl. auch im Gelände? Wie ist mein allgemeiner Gesundheitszustand? Wie ist der Zustand der Personen die mit mir kommen?

  • Habe ich genug verlässliche Informationen um Entscheidungen treffen zu können

Ihr habt von jemanden gehört, der von jemanden gehört hat das……..

Nein, das ist nicht unbedingt verlässlich! Welche Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung habt Ihr?

Es gibt die üblichen Verdächtigen wie TV / Radio, Internet. Wem man zutraut verlässlich zu sein….. gute Frage. Offizielle Behörden (Polizei, Feuerwehr) zu kontaktieren wäre eine Möglichkeit.

In einem wirklichen Krisenfall haben Sie aber wichtigeres zu tun als eure Fragen zu beantworten, das sollte einem Klar sein. Im falle eines Blackout (Stromausfall) sind auch die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme weg. Was noch einige Stunden funktioniert ist evtl. das Mobilfunk Netz welches aber sicherlich überlastet ist.

Sämtliche digitalen Telefon Anschlüsse sind schlagartig außer Funktion (euer Router brauch Strom). Keine Notrufe oder Kontaktaufnahme mit anderen Personen über das Telefon möglich. Internet eingeschränkt nur noch über das Mobilfunknetz. Diese Einschränkungen sollte vielen Menschen klar sein.

Alternative mögliche Kontaktaufnahme könnte über herkömmliche Funktechnik sein.

Hierzu bietet sich der CB Funk an, da für jedermann nutzbar, und die Reichweite doch ganz brauchbar ist. Ob hier allerdings verlässliche Informationen zu bekommen sind bleibt fraglich, aber als eine Variante zu Kontaktaufnahme auf jeden fall Empfehlenswert. Leider gibt es immer weniger Menschen die diese Technik nutzen.

Dies ganze war nur als allgemeine Information / Meinung von meiner Seite aus betrachtet zu sehen.

Wer mehr Informationen über Hilfsmittel zur Krisenvorsorge benötigt kann gerne auf der Seite:

Krisenvorsorge, mit was habe ich Vorgesorgt schauen.

Ein Krisenfreies Leben für euch alle!